Menu Content/Inhalt
Home

Wer ist Online

Aktuell sind 13 Gäste Online
Stolpersteine in Siegen
„Hallo Oma, wie war das damals?“stolper 2010
Das „Projekt Stolpersteine wurde 1997 von dem Kölner Künstler Gunter Demnig ins Leben gerufen. Er erinnert damit an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing ins Trottoir einlässt. Bis heute hat er über 5500 Steine in 97 Ortschaften verlegt. "Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist", sagt Gunter Demnig. Mit den Steinen vor den Häusern hält er die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst hier wohnten. Auf den Steinen steht geschrieben: HIER WOHNTE... Ein Stein. Ein Name. Ein Mensch.

(Nächste Verlegung im Herbst 2010)
Ergebnisse der Verlegung der THW Jugend unter www.thwjugend-siegen.de

 

 

Jugendprojekt in Siegen
 
Ihr wollt wissen, was Stolpersteine sind?

stolper thwDer Stadtjugendring Siegen e.V. hat mit seiner Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung „BlueBox“ das Projekt des Kölner Künstlers zum Anreiz genommen ein Jugendprojekt zu planen, in dem sich Jugendgruppen mit der Zeit des Nationalsozialismus besonders auf lokaler Ebene beschäftigen.

Die gesammelten Informationen über einzelne NS-Opfer fungieren wiederum als Grundlage zur Setzung von Stolpersteinen des Kölner Künstlers Demnig, welches den Abschluss der Gruppenarbeit markiert und ein Mahnmal in das öffentliche Straßenbild der Stadt Siegen einfügt.

Für dieses Projekt konnte der Stadtjugendring Siegen e.V. die Stiftung „Demokratie im Alltag“ der Martin Hoppmann GmbH begeistern, die darauf hin die Finanzierung des Projektverlaufs übernommen hat.

Ihr könnt mitmachen:
Ob aus dem CVJM, der Sportjugend, den Pfadfindern, einem Jugendchor ........ jeder kann mitmachen.

Stolpersteine verlegen können aber weiterhin alle Initiativen, Institutionen, Parteien oder Privatpersonen, die sich in dieser Richtung engagieren wollen.

Wenn ihr eine Jugendgruppe habt, dann meldet Euch:
Kontakt: Stadtjugendring Siegen e.V. Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung "BlueBox-Siegen"
Ralf Schumann, Tel. 0271- 2342968 oder schickt eine Mail an: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können


Am 17. April 2010 verlegte Steine:

2

 

Julius Rosenberg

Sandstraße 167

29.08.1870

Hamm/Sieg

23.09.1942

Treblinka

Zunächst am 28.07.1942 nach Theresienstadt

 

Paul Breuer

3

Paula Rosenberg geb. Pfifferling

Sandstraße 167

24.12.1879

Wanfried a. d. Werra

23.09.1942

Treblinka

Zunächst am 28.07.1942 nach Theresienstadt

 

Paul Breuer

4

Louis Rosenberg

Sandstraße 167

20.07.1875

Hamm/Sieg

28.07.1942

04.02.1953

Theresienstadt überlebt

Kibbuz Ayelet Hashahar, Israel

2 Jahre im Lager für Displaced Persons, Deggendorf

Paul Breuer

5

Berta Levi

Sandstraße 137

14.04.1881

Weidenau

28.04.1942

Zamosc

Vermutlich auf dem Transport gestorben

 

Traute Fries

6

Abraham Rosenblum

Bahnhofstraße Geisweid

06.05.1886

Lodz

28.10.1938

Lodz

Als Staatenloser ausgewiesen, im Ghetto von Lodz umgekommen

(Sohn Meir lebt in Israel, 97 J.)

Silke van Doorn

7

Estera Rosbenblum geb. Haymavice

Bahnhofstraße

17.03.1885

Lodz

28.10.1938

Lodz

Als Staatenlose ausgewiesen, im Ghetto von Lodz umgekommen

 

Silke van Doorn

 

In 2009 verlegte Steine:

 

 

1

 

Heinrich Bald

 

geb. am 4.6.1886 in Siegen

ermordet am 21.2.1939 im

Konzentrationslager Sachsenhausen


Friedrich-Wilhelm-Str. 147

 


2
Dr. med. Artur Sueßmann

geb. 19.08.1871 in Breslau

gest. 16.06.1942 durch Freitod vor der Deportation

Achenbacher Str. 10

 

 

4

Else Sueßmann geb. Kuhn geb. 03.01.1873 in Schwejdniz gest. 16.06.1942 durch Freitod vor der Deportation Achenbacher Str. 10    

5

Doris Salomon

geb. 12.03.1926 in Klafeld deportiert am 28.04.1942 nach Zamosc Weidenauer Str.

 


             
             

In 2008 verlegte Steine:
Familie Kogut, drei Steine in der Grabettstraße, Eiserfeld

 

DPSG Peter & Paul in Siegen Familie Stern
Zum familiären Umfeld der Brüder Stern:
Großeltern:
Meyer Leser Stern, geb. 31.03.1834 in ?, gestorben am 15.10.1924, wohnhaft Giersbergstr. 14, Siegen; verheiratet mit Sara Stern, geb. Meyer (1849-1921); Gründer der Synagogengemeinde Siegen

Eltern:
Julius Stern, geb. 13.08.1874 in ?, gestorben am 17.12.1927, wohnhaft Sandstraße 20, Siegen, Besitzer eines Manufakturengeschäfts, Sandstraße 20 in Siegen

Paula Stern, geb. Schreiber, geb. 25.02.1880 in Anröchte, deportiert am 28.04.1942 nach Zamosc/Lublin, wohnhaft erst in der Sandstraße 20, anschließend nach dem Tod von Julius Umzug mit den Kindern in die Emilienstraße 16, Siegen

Vor der Deportation (ca. 1940) zwangsweise Umzug in die Adolf Hitler Str. 83 („Judenhaus“), weil der „Wohnraum für arische Bürger benötigt wurde“, offiziell für Tod erklärt am 31.12.1945. 

 

Julius und Paula Stern hatten sechs Kinder. Albert Stern: Geb. am 10.11.1899 in Siegen (Quelle: Geburtsanzeige Siegener Zeitung)
Wohnhaft: erst Sandstraße 20, anschließend Emilienstraße 16
(Quelle: Adressbuch der Stadt Siegen, Stadtarchiv Siegen)

Grund des Umzugs: Tod des Vaters am 17.12.1927, anschließend geringere finanzielle Mittel, Einzug in eine Mietwohnung
(Quelle: Klaus Dietermann)

Siegfried Stern:
Geb. am 08.03.1905 in Siegen
(Quelle: Geburtsanzeige Siegener Zeitung, verschiedentlich bestätigt)
Wohnhaft: erst Sandstraße 20, anschließend Emilienstraße 16
(Quelle: Adressbuch der Stadt Siegen, Stadtarchiv Siegen)
Grund des Umzugs: Tod des Vaters am 17.12.1927, anschließend geringere finanzielle Mittel, Einzug in eine Mietwohnung
(Quelle: Klaus Dietermann)
Art der Behinderung: („Wasserkopf“, Quelle: Herr Spork, Anwohner der Emilienstraße)
Ohne Beruf (Aufgrund der Behinderung) Am 10.03.1937 in der Psychiatrischen Landesklinik Warstein aufgenommen (Quelle: LWL, Archivamt für Westfalen, Aufnahmebuch Klinik Warstein Best. 660/384)

Die Einweisung in die Klinik Warstein erfolgte wahrscheinlich nicht freiwillig! Abgemeldet in Siegen am 30.11.1938 nach Warstein (Quelle: Archiv EW-Meldeamt Siegen im Büro Eiserfeld) Verlegt am 20.09.1940 nach Wuntsdorf (Psychiatrische Klinik) (Quelle: LWL, Archivamt für Westfalen).

Die Anstalt Wunstdorf fungierte im September 1940 einige Tage als Sammelanstalt, dorthin wurden 152 jüdische Patienten aus verschiedenen norddeutschen Anstalten verschleppt. Insgesamt wurden dann 158 Patienten (dazu gehörten dann auch noch Patienten aus der Wunstdorfer Anstalt selbst) von dort in das ehemalige Zuchthaus Brandenburg am 27.9.1940 verschleppt und noch am selben Tag vergast.

Deportation am 27.09.1940 von Wuntsdorf über Berlin? In das Zuchthaus Brandenburg.
Am selber Tag dort in der Euthanasie-Mordanstalt "Altes Zuchthaus" Brandenburg,Neuendorferstraße 90 c vergast.Todestag: 27.09.1940
Der Familie mitgeteilter Todestag:18.02.1941 in Warstein verstorben. (Quelle: Klaus Dietermann). Am 31.12.1945 offiziell für Tod erklärt
(Quelle: Archiv EW-Meldeamt Siegen im Büro Eiserfeld)

Richard Stern:
Geb. am 02.10.1903 in Siegen. (Quelle: Geburtsanzeige Siegener Zeitung, verschiedentlich bestätigt)
Wohnhaft: erst Sandstraße 20, anschließend Emilienstraße 16 (Quelle: Adressbuch der Stadt Siegen, Stadtarchiv Siegen)

Grund des Umzugs: Tod des Vaters am 17.12.1927, anschließend geringere finanzielle Mittel, Einzug in eine Mietwohnung

Quelle: Klaus Dietermann)
Art der Behinderung:
Organisches Gehirnleiden, daraus als Begleitkrankheit Magenkrebs (Todesursache)
Ohne Beruf (Aufgrund der Behinderung)
am 10.03.1937 in der Psychiatrischen Landesklinik Warstein aufgenommen
(Quelle: LWL, Archivamt für Westfalen, Aufnahmebuch Klinik Warstein Best. 660/384)
Die Einweisung in die Klinik Warstein erfolgte wahrscheinlich nicht freiwillig!
Abgemeldet in Siegen 1938 nach Warstein
(Quelle: Archiv EW-Meldeamt Siegen im Büro Eiserfeld)
Verstorben am 10.03.1940 an Magenkrebs (Kreislaufschwäche) in Warstein
(Quelle: LWL, Archivamt für Westfalen, Krankenakte Klinik Warstein )
Anderer Todestag: 19.03.1940 in Warstein (Quelle: Klaus Dietermann)
Am 31.12.1945 offiziell für Tod erklärt (Quelle: Archiv EW-Meldeamt Siegen im Büro Eiserfeld)

Richard war kein Opfer der Euthanasie
(Quelle: Monica Kingreen, Fritz-Bauer-Institut, Frankfurt, Bestätigt: : LWL, Archivamt für Westfalen)

Geschwister:
Anna Stern, geb. 06.05.1902 in Siegen, wohnhaft erst Sandstraße 20, anschließend in die Emilienstraße 16, Siegen, 13.12.1935 Abmeldung in Siegen nach Anröchte, verheiratet mit Herrn Bruchtal, Verkäuferin

Herbert Stern, geb. 23.03.1906 in Siegen, wohnhaft erst Sandstraße 20, anschließend in die Emilienstraße 16, Siegen, Kurz vor der Deportation (ca. 1940) zwangsweise Umzug in die Adolf Hitler Str. 83 („Judenhaus“), weil der „Wohnraum für arische Bürger benötigt wurde“. Wollte mit seiner Mutter und der Schwester Irma nach Amerika auswandern, sandte ein Bittschreiben ( an wen?) am 23.01.1939, Bürgschaft konnte nicht übernommen werden, die Einreise wurde somit nicht möglich.Gärtner, Besitzer einer Gärtnerei in der Fludersbach, Siegen und Obst- und Gemüsestand in der Bahnhofstraße, deportiert am 28.04.1942 nach Zamosc/Lublin, danach keine weiteren Angaben, offiziell für Tod erklärt am 31.12.1945

Verheiratet nach März 1939 mit Irma Stern, geb. Bock, geb. am 01.02.1913 in Bralin/Posen, Emilienstraße 16, Siegen, Gärtnerin, deportiert am 28.04.1942 nach Zamosc/Lublin, danach keine weiteren Angaben, offiziell für Tod erklärt am 31.12.1945

Käthe Stern, geb. 27.01.1908 in Siegen, lebt mit 99 Jahren noch in London, wohnhaft erst Sandstraße 20, anschließend in die Emilienstraße 16, Siegen, abgemeldet am 13.07.1937 nach Anröchte, Ausreise nach England im März 1939, Beruf Konditoristin

 
< zurück

Wir im Stadtjugendring

 Stadtjugendring Siegen e.V.
 Musikwerkstatt Siegen
 Jugendbegegnung Russland
 

Kalender

Keine Termine
designed by www.madeyourweb.com