„Hallo Oma, wie war das damals?“
Das „Projekt Stolpersteine wurde 1997 von dem Kölner Künstler Gunter Demnig ins Leben gerufen. Er erinnert damit an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing ins Trottoir einlässt. Bis heute hat er über 5500 Steine in 97 Ortschaften verlegt. "Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist", sagt Gunter Demnig. Mit den Steinen vor den Häusern hält er die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst hier wohnten. Auf den Steinen steht geschrieben: HIER WOHNTE... Ein Stein. Ein Name. Ein Mensch.
(Nächste Verlegung im Herbst 2010)
Ergebnisse der Verlegung der THW Jugend unter www.thwjugend-siegen.de
Jugendprojekt in Siegen
Ihr wollt wissen, was Stolpersteine sind?
Der Stadtjugendring Siegen e.V. hat mit seiner Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung „BlueBox“ das Projekt des Kölner Künstlers zum Anreiz genommen ein Jugendprojekt zu planen, in dem sich Jugendgruppen mit der Zeit des Nationalsozialismus besonders auf lokaler Ebene beschäftigen.
Die gesammelten Informationen über einzelne NS-Opfer fungieren wiederum als Grundlage zur Setzung von Stolpersteinen des Kölner Künstlers Demnig, welches den Abschluss der Gruppenarbeit markiert und ein Mahnmal in das öffentliche Straßenbild der Stadt Siegen einfügt.
Für dieses Projekt konnte der Stadtjugendring Siegen e.V. die Stiftung „Demokratie im Alltag“ der Martin Hoppmann GmbH begeistern, die darauf hin die Finanzierung des Projektverlaufs übernommen hat.
Ihr könnt mitmachen:
Ob aus dem CVJM, der Sportjugend, den Pfadfindern, einem Jugendchor ........ jeder kann mitmachen.
Stolpersteine verlegen können aber weiterhin alle Initiativen, Institutionen, Parteien oder Privatpersonen, die sich in dieser Richtung engagieren wollen.
Wenn ihr eine Jugendgruppe habt, dann meldet Euch:
Kontakt: Stadtjugendring Siegen e.V. Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung "BlueBox-Siegen"
Ralf Schumann, Tel. 0271- 2342968 oder schickt eine Mail an:
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Am 17. April 2010 verlegte Steine:
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2
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Julius Rosenberg
Sandstraße 167
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29.08.1870
Hamm/Sieg
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23.09.1942
Treblinka
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Zunächst am 28.07.1942 nach Theresienstadt
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Paul Breuer
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3
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Paula Rosenberg geb. Pfifferling
Sandstraße 167
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24.12.1879
Wanfried a. d. Werra
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23.09.1942
Treblinka
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Zunächst am 28.07.1942 nach Theresienstadt
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Paul Breuer
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4
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Louis Rosenberg
Sandstraße 167
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20.07.1875
Hamm/Sieg
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28.07.1942
04.02.1953
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Theresienstadt überlebt
Kibbuz Ayelet Hashahar, Israel
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2 Jahre im Lager für Displaced Persons, Deggendorf
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Paul Breuer
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5
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Berta Levi
Sandstraße 137
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14.04.1881
Weidenau
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28.04.1942
Zamosc
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Vermutlich auf dem Transport gestorben
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Traute Fries
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6
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Abraham Rosenblum
Bahnhofstraße Geisweid
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06.05.1886
Lodz
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28.10.1938
Lodz
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Als Staatenloser ausgewiesen, im Ghetto von Lodz umgekommen
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(Sohn Meir lebt in Israel, 97 J.)
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Silke van Doorn
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7
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Estera Rosbenblum geb. Haymavice
Bahnhofstraße
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17.03.1885
Lodz
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28.10.1938
Lodz
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Als Staatenlose ausgewiesen, im Ghetto von Lodz umgekommen
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Silke van Doorn
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In 2009 verlegte Steine:
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1
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Heinrich Bald
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geb. am 4.6.1886 in Siegen |
ermordet am 21.2.1939 im
Konzentrationslager Sachsenhausen
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Friedrich-Wilhelm-Str. 147
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2
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Dr. med. Artur Sueßmann |
geb. 19.08.1871 in Breslau
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gest. 16.06.1942 durch Freitod vor der Deportation
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Achenbacher Str. 10
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4
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Else Sueßmann geb. Kuhn |
geb. 03.01.1873 in Schwejdniz |
gest. 16.06.1942 durch Freitod vor der Deportation |
Achenbacher Str. 10 |
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5
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Doris Salomon
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geb. 12.03.1926 in Klafeld |
deportiert am 28.04.1942 nach Zamosc |
Weidenauer Str. |
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In 2008 verlegte Steine:
Familie Kogut, drei Steine in der Grabettstraße, Eiserfeld
DPSG Peter & Paul in Siegen Familie Stern
Zum familiären Umfeld der Brüder Stern:
Großeltern:
Meyer Leser Stern, geb. 31.03.1834 in ?, gestorben am 15.10.1924, wohnhaft Giersbergstr. 14, Siegen; verheiratet mit Sara Stern, geb. Meyer (1849-1921); Gründer der Synagogengemeinde Siegen
Eltern:
Julius Stern, geb. 13.08.1874 in ?, gestorben am 17.12.1927, wohnhaft Sandstraße 20, Siegen, Besitzer eines Manufakturengeschäfts, Sandstraße 20 in Siegen
Paula Stern, geb. Schreiber, geb. 25.02.1880 in Anröchte, deportiert am 28.04.1942 nach Zamosc/Lublin, wohnhaft erst in der Sandstraße 20, anschließend nach dem Tod von Julius Umzug mit den Kindern in die Emilienstraße 16, Siegen
Vor der Deportation (ca. 1940) zwangsweise Umzug in die Adolf Hitler Str. 83 („Judenhaus“), weil der „Wohnraum für arische Bürger benötigt wurde“, offiziell für Tod erklärt am 31.12.1945.
Julius und Paula Stern hatten sechs Kinder. Albert Stern: Geb. am 10.11.1899 in Siegen (Quelle: Geburtsanzeige Siegener Zeitung)
Wohnhaft: erst Sandstraße 20, anschließend Emilienstraße 16
(Quelle: Adressbuch der Stadt Siegen, Stadtarchiv Siegen)
Grund des Umzugs: Tod des Vaters am 17.12.1927, anschließend geringere finanzielle Mittel, Einzug in eine Mietwohnung
(Quelle: Klaus Dietermann)
Siegfried Stern:
Geb. am 08.03.1905 in Siegen
(Quelle: Geburtsanzeige Siegener Zeitung, verschiedentlich bestätigt)
Wohnhaft: erst Sandstraße 20, anschließend Emilienstraße 16
(Quelle: Adressbuch der Stadt Siegen, Stadtarchiv Siegen)
Grund des Umzugs: Tod des Vaters am 17.12.1927, anschließend geringere finanzielle Mittel, Einzug in eine Mietwohnung
(Quelle: Klaus Dietermann)
Art der Behinderung: („Wasserkopf“, Quelle: Herr Spork, Anwohner der Emilienstraße)
Ohne Beruf (Aufgrund der Behinderung) Am 10.03.1937 in der Psychiatrischen Landesklinik Warstein aufgenommen (Quelle: LWL, Archivamt für Westfalen, Aufnahmebuch Klinik Warstein Best. 660/384)
Die Einweisung in die Klinik Warstein erfolgte wahrscheinlich nicht freiwillig! Abgemeldet in Siegen am 30.11.1938 nach Warstein (Quelle: Archiv EW-Meldeamt Siegen im Büro Eiserfeld) Verlegt am 20.09.1940 nach Wuntsdorf (Psychiatrische Klinik) (Quelle: LWL, Archivamt für Westfalen).
Die Anstalt Wunstdorf fungierte im September 1940 einige Tage als Sammelanstalt, dorthin wurden 152 jüdische Patienten aus verschiedenen norddeutschen Anstalten verschleppt. Insgesamt wurden dann 158 Patienten (dazu gehörten dann auch noch Patienten aus der Wunstdorfer Anstalt selbst) von dort in das ehemalige Zuchthaus Brandenburg am 27.9.1940 verschleppt und noch am selben Tag vergast.
Deportation am 27.09.1940 von Wuntsdorf über Berlin? In das Zuchthaus Brandenburg.
Am selber Tag dort in der Euthanasie-Mordanstalt "Altes Zuchthaus" Brandenburg,Neuendorferstraße 90 c vergast.Todestag: 27.09.1940
Der Familie mitgeteilter Todestag:18.02.1941 in Warstein verstorben. (Quelle: Klaus Dietermann). Am 31.12.1945 offiziell für Tod erklärt
(Quelle: Archiv EW-Meldeamt Siegen im Büro Eiserfeld)
Richard Stern:
Geb. am 02.10.1903 in Siegen. (Quelle: Geburtsanzeige Siegener Zeitung, verschiedentlich bestätigt)
Wohnhaft: erst Sandstraße 20, anschließend Emilienstraße 16 (Quelle: Adressbuch der Stadt Siegen, Stadtarchiv Siegen)
Grund des Umzugs: Tod des Vaters am 17.12.1927, anschließend geringere finanzielle Mittel, Einzug in eine Mietwohnung
Quelle: Klaus Dietermann)
Art der Behinderung:
Organisches Gehirnleiden, daraus als Begleitkrankheit Magenkrebs (Todesursache)
Ohne Beruf (Aufgrund der Behinderung)
am 10.03.1937 in der Psychiatrischen Landesklinik Warstein aufgenommen
(Quelle: LWL, Archivamt für Westfalen, Aufnahmebuch Klinik Warstein Best. 660/384)
Die Einweisung in die Klinik Warstein erfolgte wahrscheinlich nicht freiwillig!
Abgemeldet in Siegen 1938 nach Warstein
(Quelle: Archiv EW-Meldeamt Siegen im Büro Eiserfeld)
Verstorben am 10.03.1940 an Magenkrebs (Kreislaufschwäche) in Warstein
(Quelle: LWL, Archivamt für Westfalen, Krankenakte Klinik Warstein )
Anderer Todestag: 19.03.1940 in Warstein (Quelle: Klaus Dietermann)
Am 31.12.1945 offiziell für Tod erklärt (Quelle: Archiv EW-Meldeamt Siegen im Büro Eiserfeld)
Richard war kein Opfer der Euthanasie
(Quelle: Monica Kingreen, Fritz-Bauer-Institut, Frankfurt, Bestätigt: : LWL, Archivamt für Westfalen)
Geschwister:
Anna Stern, geb. 06.05.1902 in Siegen, wohnhaft erst Sandstraße 20, anschließend in die Emilienstraße 16, Siegen, 13.12.1935 Abmeldung in Siegen nach Anröchte, verheiratet mit Herrn Bruchtal, Verkäuferin
Herbert Stern, geb. 23.03.1906 in Siegen, wohnhaft erst Sandstraße 20, anschließend in die Emilienstraße 16, Siegen, Kurz vor der Deportation (ca. 1940) zwangsweise Umzug in die Adolf Hitler Str. 83 („Judenhaus“), weil der „Wohnraum für arische Bürger benötigt wurde“. Wollte mit seiner Mutter und der Schwester Irma nach Amerika auswandern, sandte ein Bittschreiben ( an wen?) am 23.01.1939, Bürgschaft konnte nicht übernommen werden, die Einreise wurde somit nicht möglich.Gärtner, Besitzer einer Gärtnerei in der Fludersbach, Siegen und Obst- und Gemüsestand in der Bahnhofstraße, deportiert am 28.04.1942 nach Zamosc/Lublin, danach keine weiteren Angaben, offiziell für Tod erklärt am 31.12.1945
Verheiratet nach März 1939 mit Irma Stern, geb. Bock, geb. am 01.02.1913 in Bralin/Posen, Emilienstraße 16, Siegen, Gärtnerin, deportiert am 28.04.1942 nach Zamosc/Lublin, danach keine weiteren Angaben, offiziell für Tod erklärt am 31.12.1945
Käthe Stern, geb. 27.01.1908 in Siegen, lebt mit 99 Jahren noch in London, wohnhaft erst Sandstraße 20, anschließend in die Emilienstraße 16, Siegen, abgemeldet am 13.07.1937 nach Anröchte, Ausreise nach England im März 1939, Beruf Konditoristin
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